Coleo

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17-21

2005

ISSN 1616-3281


Anmerkungen zur Verbreitung von Sitaris muralis am linken Niederrhein

Gerhard Katschak, Kleve

Eingegangen: 15. September 2005

Im WWW publiziert am: 8. Oktober 2005

Anläßlich einer Reichswaldexkursion am 17.8.2005 konnten Siegmund Scharf und der Verfasser Sitaris muralis in drei Exemplaren in Kranenburg/Niederrhein feststellen! Die Tiere saßen unbeweglich in den Lehmgängen eines sogenannten "Bienenhotels". Diese industriell gefertigten Einrichtungen bestehen aus segmental unterschiedlich zusammengesetzten Nistmöglichkeiten (Lehm, Holz, Stroh etc.) für Hymenopteren. Die inzwischen überall käuflich zu erwerbenden Vorrichtungen bieten in unterschiedlicher Größe Solitär- bzw.Wildbienen und verwandten Arten Möglichkeiten zur Eiablage, zum Nestbau und zur Überwinterung. Die hier erwähnte Anlage steht am ehemaligen Kranenburger Bahnhof, der jetzigen NABU-Station und hat die Rahmenmaße von 1,5 m x 1,5 m. Sie ist südexponiert an der Außenseite des Hauptgebäudes angebracht.

Mit diesem Nachweis erreicht Sitaris die äußerste Westgrenze in NRW bzw.am linken Niederrhein!

Drei(!) Wochen,am später, am 7.9.2005 konnte ich an einem baugleichen Bienenhotel im Klever Tiergarten Sitaris in großer Zahl beobachten. Neben frisch geschlüpften Tieren fand ich auch schon tote Exemplare auf dem Boden unter der Anlage sowie in Spinnennetzen!

Hier zeigt sich nochmals anschaulich wie relativ der Begriff „Seltenheit" in der Käferfauna zu bewerten ist! Sitaris jedenfalls nutzt die von Menschenhand geschaffenen Entwicklungsparadiese positiv und hat in örtlich großer Populationsdichte wahrscheinlich ohnehin früher besiedeltes Areal zurückgewonnen!

Sehr interessant wären im Zusammenhang mit den erwähnten Beobachtungen aktuelle Meldungen aus den benachbarten Provinzen Hollands (Limburg/Gelderland)!


Anschrift des Verfassers:
Gerhard Katschak

Turmstr.18

47533 Kleve

eMail: katschak@t-online.de


Abbildung 1: Sitaris muralis (Copyright M. Forst)