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Coleo |
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68-71 |
2003 |
ISSN 1616-3231 |
COLEO intern
eingegangen: 2. August 2003
im WWW publiziert: 24. Januar 2004
Die große COLEO-Sommerexkursion dieses Jahres führte in die Mitteleifel in das Ahrgebiet um Adenau herum. Entgegen vieler vorhergehender Exkursionen, bei denen die weitestmögliche Erfassung des vorkommenden Käferspektrums im Vordergrund stand, bildeten dieses Mal andere Aspekte den Exkursionsschwerpunkt. So fand einerseits der Workshop Makrofotographie aus dem Jahre 2002 seine praktische Fortführung, andererseits stand der kommunikative Gesichtspunkt im Zentrum des Treffens.
Als Unterkunft und
Sammelquartier stand den meisten COLEO-Mitgliedern das schönste Haus am Adenauer-Marktplatz zur
Verfügung - ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus aus dem Jahre 1627. Hier
konnte, dank des Engagementes von Siegmund Scharf ein Appartement gemietet
werden. So war sichergestellt, dass neben der Unterkunft für mehrere Coleaner
auch eine Möglichkeit für das abendliche Beisammensein geschaffen war. Leider
konnten aufgrund der regen Beteiligung nicht alle Kollegen dieses Quartier
beziehen, sondern mußten in umliegenden Hotels Unterkunft nehmen.

Foto 1: Altes Haus mit jungen Gesichtern (Foto: J. Kottmann)
Obwohl der offizielle
Termin der Sommerexkursion erst auf Freitag, 17 Uhr festgelegt war, konnten es
manche Mitglieder nicht erwarten und trafen schon am am Mittwoch-Abend ein.
Doch am Freitag-Nachmittag war dann die Gruppe der Exkursionsteilnehmer komplett; es waren Friedhelm Bahr, Dr. Hannes Günther mit Frau Christel, Dr. Günter G. Hoffmann, Jürgen Kottmann, Wilfried Meyer mit Frau Edelgart und Sohn Markus, Dr. Klaus Renner, Siegmund Scharf, Dr. Peter E. Stüben und Edmund Wenzel. Alle Teilnehmer begrüßten das Motto der diesjährigen Sommerexkursion: zuerst der Mensch und die Gemeinschaft - und erst dann die Käfer - ein Treffen just for fun.
Und so fanden schon
am Freitag-Nachmittag ausgiebige, zweiseitige Gespräche statt. Zwar war ein Exkursionsgang
an nahegelegene Gewässer geplant, doch aufgrund der Intensität der persönlichen
Gespräche wurde diese Exkursion verschoben. Schon hier zeigte sich: weitaus
wichtiger als zehn neue Käfernachweise war für alle Teilnehmer das gemeinsame
Gespräch.
Nach einem sehr
opulenten Abendessen beim nahegelegenen Italiener wurden die Abendstunden wie
üblich zu zwischenmenschlicher Kontaktpflege und Informationsaustausch genutzt.

Am Samstag-Morgen
ging es dann ahrabwärts. Ziel waren die nicht bewirtschafteten Weinbergskuppen
und -hänge zwischen Altenahr und Mayschoß. Nach einigen Sammelstunden entschloß
man sich zu einem Ortswechsel. Da auch fotographische Aspekte bei dieser
Exkursion ein große Rolle spielten - die praktisch Anwendung des Workshops Makrofotographie
vom März des vergangenen Jahres - boten sich dazu blütenreiche Trockenflächen
am Bausenberg an. Nach einer Reihe geglückter Aufnahmen zog die Gruppe es dann
doch vor, nicht weiter im Gelände zu schwitzen, schließlich herrschten
hochsommerliche Temperaturen, sondern dem kühleren Adenau zuzustreben. Und so
fanden die Exkursionen an diesem Tage schon gegen 17 Uhr ihr Ende.

Foto 3: Auf der Pirsch (Foto: E. Wenzel)

Foto 4: Auf den Blüten herrschte reger Flugverkehr (Foto: J. Kottmann)
Der abendliche Hunger
wurde wieder bei Pinoccio gestillt. Eingedenk der Erfahrungen des Vorabends,
für manche überschitten die Pizzen erheblich das individuelle Fassungsvermögen,
bestellten dieses Mal mehrere Kollegen zusammen eine Pizza. Was dann aber auf
den Tisch kam, hatte fast Wagenradgröße und fünf Kollegen reichte diese
Familienpizza vollkommen.
Auch der Samstagabend
wurde wieder in gemütlichem Kreis in altem Adenauer Gebälk verbracht.
Der Sonntag stand
ganz im Zeichen der Erkundung einiger ahraufwärts liegenden Biotope. Anfänglich
stand ein Bachtal bei Ahrhütte im Mittelpunkt des Interesses. Danach bei Ahrdorf
liegende Halbtrockenrasen. Den Abschluß der diesjährigen Sommerexkursion
bildete die Untersuchung eines Tümpels bei Adenau. U.a. konnten hier vier Arten
Schilfkäfer in vielfach erstaunlicher Individuendichte beobachtet werden.

Foto 5: Die blütenreichen Wegränder lockten viele Insekten an (Foto: E. Wenzel)
Wie schon eingangs
vermerkt, verfolgte die diesjährige COLEO- Sommerexkursion nicht die Intention, eine Vielzahl neuer Ahreifelnachweise
zu tätigen. Vielmehr standen fotographische und gemeinschaftsfördernde Aspekte
im Vordergrund. Nicht die Artenliste dominierte die Aktivitäten, sondern das
Mitmenschliche, die Gemeinsamkeit. Und so kann das Resümee gezogen werden, dass
dieses Jahr im Ahrtal nur wenige faunistische Daten erhoben wurden, die
mitmenschlichen Beziehungen der COLEO-Aktiven dafür umso intensiver gefestigt wurden; zum Wohle
zukünftiger Arbeiten.
Anschrift des Verfassers:
Edmund Wenzel, Mühlenstr. 8, D-42477 Radevormwald
e-mail: Wenzel-Radevormwald@t-online.de